Was ist eigentlich Acetat?

Vielleicht haben Sie den Begriff Acetat im Zusammenhang mit Brillen schon einmal gehört. Acetat ist ein beliebtes Material für Brillenfassungen. Doch was ist Acetat eigentlich?

Acetat – ein Material mit Aha-Effekt

Vermutlich werden Sie als erstes auf Kunststoff oder Plastik tippen – weit gefehlt! Wir lüften das Geheimnis: Acetat besteht zum Großteil aus Wolle – genauer gesagt aus Baumwolle! Hätten Sie’s gewusst? Aber wie entsteht nun aus den flauschigen Baumwollfasern eine feste Brillenfassung?

Wolle auf der Nase

Zunächst wird die Baumwolle nach der Ernte aufgearbeitet. Wachs-, Eiweiß- und Pflanzenreste werden entfernt – übrig bleibt Zellulose, der Hauptbestandteil pflanzlicher Zellwände.

Die Zellulose wird gemahlen und das entstandene Pulver mit Essigsäure zu einer Masse verarbeitet. Aus dieser Masse werden Platten gegossen, aus denen die Teile der Brillenfassung gefräst oder gesägt werden.

Unendliche Gestaltungsmöglichkeiten

Acetatplatten können mit allen denkbaren Farben und Mustern versehen oder in mehreren Schichten gegossen werden – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Außerdem lässt sich Acetat schleifen, polieren, mattieren und durch Wärme formen. So bieten Brillen aus Acetat eine große Farb- und Mustervielfalt für jeden Geschmack. Zudem hat Acetat selbst einen seidigen Charakter, wodurch es sehr hochwertig wirkt.

Hoher Tragekomfort

Durch die Baumwolle hat Acetat ein geringes Gewicht. So sitzen auch Fassungen mit dickem Rahmen angenehm leicht auf der Nase. Im kalten Zustand behält Acetat seine Form und ist dennoch biegsam und nicht spröde. Wer schon einmal mit der Brille irgendwo angestoßen ist oder beim Fernsehen gerne den Kopf auf einem Kissen ablegt, weiß diese Eigenschaften zu schätzen. Gleichzeitig lässt sich Acetat durch leichtes Erhitzen einfach zurechtbiegen und kann so optimal an die Kopfform angepasst werden.

Fragen Sie doch bei Ihrem nächsten Besuch bei uns nach Fassungen aus Acetat!